Kampagne #nichtabgedreht: Filmförderung stellt Drehorte im Norden vor

Videoporträts zu Location Spots in Hamburg und Schleswig-Holstein sollen Vielfalt des Nordens zeigen und Filmschaffende inspirieren
28. Januar 2021
HafenCity

Um die ganze Vielfalt des Nordens zu zeigen und Kreativen Inspiration für Filmstoffe in der Region zu geben, stellt die Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein in der Ende 2020 gestarteten Kampagne #nichtabgedreht Drehorte in der Hansestadt und im nördlichsten Bundesland vor. Kurze Videoporträts zu den Location Spots sollen zeigen, dass die Region noch nicht abgedreht ist und viele Spots darauf warten, entdeckt zu werden. Insbesondere in Corona-Zeiten will die Filmförderung so die Locations zu den Filmschaffenden nach Hause bringen. Gestartet ist die Kampagne mit Porträts zu den Drehorten HafenCity und Speicherstadt sowie Hamburg-Jenfeld und der Lübecker Bucht.

Die benachbarten Hamburger Stadtteile HafenCity und Speicherstadt bilden mit der modernen Architektur der HafenCity und den historischen Backsteingebäuden der Speicherstadt einen für Filmemacher reizvollen Kontrast zueinander, sagt Film Commissionerin Alexandra Luetkens, die die Location Spots im Video-Kurzporträt vorstellt. „In der HafenCity ergeben sich visuelle Tiefen, die man sonst nirgendwo anders findet“, so Luetkens. Für die internationale Filmszene gäbe es rund um die Elbphilharmonie jede Menge Orte zu entdecken, die noch nicht abgedreht seien.

Die angrenzende Speicherstadt habe aufgrund der Backsteinarchitektur zudem bereits als Kulisse für Filme gedient, die in London oder dem historischen New York spielen.

Einen deutlichen optischen Gegensatz zu den Drehorten in der Speicherstadt und HafenCity bieten die von Film Commisonerin Christiane Dopp präsentierten Location Spots in Hamburg-Jenfeld. Jenfeld stehe stellvertretend für die Stadtteile, die von Hochhäusern und Beton geprägt sind. Neben den charakteristischen Wohnblöcken der sechziger und siebziger Jahre würden zudem Grünflächen für einen abwechlungsreichen, urbanen Drehort sorgen.

Eine Besonderheit des Stadtteils sei zudem die kulturelle Vielfalt. „Ich würde mich freuen, wenn man nicht nur die Klischees bedient, sondern neu denkt und sich das Thema Diversität auch im Film widerspiegelt“, sagt Dopp, die den Film „Es war einmal Indianerland“ von Regisseur İlker Çatak als ein gelungenes Beispiel für die kontrastreiche Darstellung der Stadtteilkulisse nennt.

Durch ein breites Spektrum an Drehmöglichkeiten für Filmemacher überzeugt auch die Lübecker Bucht. „Wir haben hier eine unglaubliche maritime Vielfalt“, sagt Film Commissionerin Anna-Katharina Doig. Neben Surfaufnahmen, Segelaufnahmen und malerischer Fischerorte könne die Region insbesondere mit ihren Menschen und Charakteren für spannende Filmproduktionen sorgen.

„Wenn man hier morgens um sieben entlang kommt, wird bereits der Kabeljau vom Boot verkauft. Das hat schon etwas Wildromantisches. Hier an der Ostsee ist alles ein bisschen sanfter“, so Doig. Auch das Hinterland biete durch den Kontrast der Felder und des Meeres eine besondere Filmkulisse. 

Künftig sollen im Rahmen der Kampagne fortlaufend Kurzporträts zu Drehorten in Hamburg und Schleswig-Holstein produziert werden. Für das Jahr 2021 plant die Film Commission nach eigenen Angaben die Veröffentlichung von weiteren vier bis fünf Spots.
tn/kk

Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein

Die Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein unterstützt Kinofilme, High-End Serien und innovative audiovisuelle Formate aller Genres. Vom ersten Entwurf über die Produktion bis hin zur Auswertung und Festivalpräsentation werden Projekte finanziell unterstützt.